Mittwoch, 12. Dezember 2012

tolle, neue Ideen


Zu den Weihnachtspyramiden im Shop



Sehr geehrter Herr Suchfort,

der von Ihnen gelieferte Bausatz erfüllt höchste Ansprüche. Die Teile sind filigran und detailreich gestaltet.
Aus den Sperrholzplatten ließen sich alle Teile ohne Probleme herauslösen und passten sehr gut zusammen. Ich kann nur sagen: Präzision in Holz.
Da die Pyramide elektrisch betrieben werden soll, habe ich den Bauablauf geändert. Der Pyramidenkörper wird wie herkömmlich aufgebaut.
Die Pyramidenachse mit den Tellern und Abstandshaltern habe ich fertig gestellt, aber nicht verleimt.
Den Pyramidenunterbau mit Adventskalender habe ich entgegen der Bauanleitung anders aufgebaut:Ich habe die doppelte Anzahl von Schrauben in die untersten Segmente eingefügt und die Teile ausgerichtet, Leimpunkte gesetzt und die nächsten Segmente eingefügt, ohne Andruck ausgerichtet und dann erst angedrückt und verschraubt. Durch die vielen Schrauben ergibt sich eine exakte Ausrichtung. So entstanden die Boden- und Deckplatte schnell und ohne Fugen.
In die Bodenplatte habe ich eine Sperrholzplatte mit Filz eingeleimt. Den Pyramiden- motor habe ich mit Leimpunkten fixiert. (Entkopplung)
Der Motor hat eine 7 mm Welle mit M4 Innengewinde. Eine Welle mit einem kurzen Stück Gewinde habe ich nun eingedreht, auf die Welle einen Klemmring gesetzt und eine Gummischeibe eingefügt. Fertig war die Aufnahme für die Pyramidenachse. (bis 3 kg belastbar)
Jetzt wird noch die Pyramidenachse mit dem Klemmring justiert und die Achsteller verleimt. 
Das System läuft mit 5U/Min und geräuschlos.
Den Pyramidenkörper habe ich nicht mit der Grundplatte verleimt.
Als Kerzen habe ich Kabellose verwendet, dadurch entfallen die grünen Kabel oder andere Kerzenhalter. Zum Schluss brachte ich die Kurrendefiguren und andere Sängerfiguren auf den Pyramidentellern an.
Ich hoffe, dass ich mit meinem Beitrag Ihnen und zukünftigen Bastelfreunden noch
ein paar Tipps geben konnte und wünsche Ihnen ein Frohes Weihnachtsfest sowie
ein Gesundes Neues Jahr 2013.

Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Reinhold


Manches liegt so nah, da kommt man einfach nicht drauf. Die Idee, die seit ein paar Jahren erhältlichen drahtlosen Weihnachtsbaumkerzen für die Pyramide zu verwenden ist einfach genial weil "Einfach" und "Genial". Damit haben Sie mit Sicherheit vielen eine Problemlösung geliefert. Die zweite Sache mit dem Motor auf dem Filz ist auch sehr gut gelöst. Viele verkennen, daß die Pyramide später in sehr ruhiger Umgebung laufen soll und das da jedes Dezibel verdammt störend wirkt. Aber so sollte es funktionieren. Wenn der Holzkörper des Adventskalenders trotzdem noch als Schallkörper fungiert, dann können Sie die Seiten noch mit etwas Dämmwolle auspolstern.  

Was mir noch aufgefallen ist: An den Ecken des Adventskalenders fehlen noch ein paar Holzteile. Ist das so gewollt oder hat im Bausatz etwas gefehlt?

Wir freuen uns über Ihren Erfolg und bedanken uns auch im Namen aller anderen Bastelfreunde für Ihre Tipps und Ideen. Nun wünschen wir Ihnen und Ihrer Familie ein schönes Weihnachtsfest und viel Freude an Ihrer neuen Weihnachtspyramide und natürlich auch an all den anderen schönen Sachen aus dem Erzgebirge die auf Ihrem Bild zu sehen sind.

Daniela und Matthias Suchfort, DAMASU - Holzkunst aus dem Erzgebirge

Zu den Weihnachtspyramiden im Shop

... und ob uns das gefällt!

Zu den Weihnachtspyramiden im Shop


Frohe  Weihnachten 
                                                                                                                                                                                                              Anbei ein Bild hoffe es gefällt euch.
                               
                                    Gruß Reiner&Angelika
Es gefällt uns sogar sehr gut.Wir freuen uns, daß Sie Ihr großes Bauwerk noch vor dem Fest fertig bekommen haben und wünschen Ihnen und Ihrer Familie viel Freude damit und ein besinnliches Weihnachtsfest.

Daniela und Matthias Suchfort, DAMASU - Holzkunst aus dem Erzgebirge

Zu den Weihnachtspyramiden im Shop

Sonntag, 9. Dezember 2012

Blau/Weiß wie das Original


Zu den Weihnachtspyramiden im Shop





... und wenn wir uns richtig erinnern, entspricht die Blank'sche Farbgebung mit weiß/blau der ersten gothischen Pyramide, die Sie gebaut haben. Wenn man genau hinschaut, sind die goldenen Sterne, die Sie uns zum Geschenk gemacht haben, auch zu sehen.  Wir freuen uns schon auf die neuen Herausforderungen, die Sie in Planung haben und wünschen Ihnen, liebe Famile Suchfort, ein besinnliches und schönes Weihnachtsfest 2012.

Claudia Malaße und Uwe Hanicke

Genau so ist das. Eine blau/weiße Pyramide mit den weißen Langrockengel der Firma Blank in Grünhainichen. So sieht unsere private Pyramide auch aus. Auch wenn diese Farbkombination vielleicht nicht die traditionellen Weihnachtsfarben sind, ich finde bis heute das dieses helle Blau mit dem Weiß eine schöne, helle und freundliche Sache ist. Wir haben nach wie vor viel Freude an unserer Pyramide und das Gleiche wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie auch.

Viele Grüße aus dem frisch verschneiten Erzgebirge,
Matthias Suchfort, DAMASU - Holzkunst aus dem Erzgebirge


Zu den Weihnachtspyramiden im Shop



Verband? - nein Danke!



Nun bin auch ich stolzer Besitzer einer Abmahnung vom "Verband erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller e.V.".

Wie begrüßt man sich nun eigentlich; "Willkommen im Klub" oder gibt es ein Erkennungsmerkmal, dass man sich ans Revers oder Auto heften kann. Das werde ich alles noch herausbekommen.

Nun ja, was soll's. Der Verband hat sich ein paar Begriffe aus dem allgemein, umgangssprachlichen Wortschatz als Marke schützen lassen, von denen etwas auf meiner Internetseite zu finden war. Über Sinn und Zweck der Marke "erzgebirgische Holzkunst" und anderer allgemein gebräuchlicher Begriffe möchte ich nun nicht weiter philosophieren. Auch über den Umgang mit diesem Markenrecht muss der Verband und seine Mitglieder selbst entscheiden. Es gibt viele andere Möglichkeiten der Welt mitzuteilen das man sich mit Holzkunst befasst und seinen Firmensitz im Erzgebirge hat.

Ich war bisher der Meinung, dass es im Interesse der Holzkunst-Branche sinnvoller ist, in breiter Front und mit gemeinsamen Ideen und Slogans aufzutreten, aber offensichtlich muss ich mich da eines besseren belehren lassen.

Die letzten drei Monate eines jeden Jahres sind für uns Handwerksbetriebe die wichtigsten und arbeitsreichsten. Warum kommt die Abmahnung gerade jetzt Mitte November? Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Warum macht die Verbandsführung so etwas? Die Frage stellt sich doch. Fürchtet der Verband etwa Gegenwind? War der Aufschrei einiger Handwerker bei der letzten Diskussion mit uns Nichtzahlern zu laut und unangenehm? Geht es nur darum, Kritikern Knüppel zwischen die Beine zu werfen? Geht es dem Verband überhaupt um die Sache der erzgebirgischen Kunsthandwerker als Ganzes?

Auch die unangemessenen Fristen von 2 vollen Arbeitstagen (Brief wurde am Do von Herrn Bußmann geschrieben mit Termin Di der folgenden Woche, siehe unten), die der Verband stellt, sind bedenklich. Ich für meinen Teil konnte in diesem Fall noch darüber lachen. Da ich all meine Internetseiten selbst programmiere und daher die Fachkenntnis und die notwendigen Quelltexte, Datenbanken usw. selbst besitze und verwalte war es für mich eine halbe Stunde arbeit 1500 Artikel in 8 Shops zu scannen, zu ändern und neu ins Netz zu stellen. Aber was würde diese Aufgabe für andere Handwerksbetriebe zum Beispiel von Mitgliedern des Verbandes bedeuten, wenn sich diese unsägliche Praxis zum guten Ton der Kommunikation untereinander entwickeln würde? Man sollte vielleicht immer daran denken: Nur wer gar nichts macht, macht nichts verkehrt". Fehler passieren, der Umgang damit ist entscheidend.

Aber es ist wohl nicht an mir über den Umgang des Verbandes mit Nichtmitgliedern oder Kritikern nachzudenken. Die Diskussion gehört wohl ehr in die Reihen des Verbandes. Ich für meinen Teil würde dem Verband auch gerne erlauben meine Telefonnummer zu nutzen, um solche kleinen Probleme auf dem kurzen Weg zu klären. Aber nun ja, es ist anders gelaufen. Herr Rechtsanwalt Bußmann hat im Namen seines Mandanten eine Abmahnung auf den Weg gebracht. Den Schriftverkehr können Sie weiter unten nachlesen.

Eines an dem Schreiben von Herrn Bußmann hat mich ins Grübeln gebracht. In dem Abmahnschreiben von Herrn Bußemann findet sich folgender Satz:

 "Durch die Verwendung der Marke wird gegenüber dem Kunden impliziert, dass die von Ihnen vertriebenen Artikel identisch ist mit den qualitativ sehr hochwertigen und zertifizierten Waren derjenigen Hersteller Erzgebirgischer Holzkunst die im Verband organisiert sind."

Es lohnt, darüber nachzudenken. Woraus ergibt sich Qualität? Wer bestimmt sie und wer macht sie vergleichbar?

Dieser Satz sagt doch nichts anderes aus als das es eine klare Qualitätsgrenze zwischen den Betrieben von Mitgliedern und Nichtmitgliedern des Verbandes gibt. 

Dieser Gedanke vom Verband geäußert ist uns nicht neu. Schon vor drei Jahren haben wir uns mit dem Verband über dieses Thema auseinandergesetzt. Damals war in einem Artikel der Freien Presse, in dem Herr Uhlmann als Gesprächspartner vermerkt war, zu lesen, daß unter anderem Nichtmitglieder des Verbandes: "Hersteller von sogenannten Plagiaten und Billigprodukten" sind. Die Idee das es eine feste Qualitätsgrenze zwischen den Verbandsmitgliedern und allen anderen Betrieben gibt scheint somit fester Bestandteil in der Gedankenwelt des Verbandsvorstandes zu sein.

Nehmen wir diese Idee für einen Augenblick ernst und gehen wir davon aus das es tatsächlich eine Qualitätsgrenze gibt die an die Verbandsmitgliedschaft gebunden ist. Welch Konsequenzen hat dieser Gedanke? Wenn die Qualität eines Mitglieds im Verband durch die Zahlung des Mitgliedsbeitrages gewährleistet ist, warum sollte dann dieser Handwerker sich Gedanken über neue Produkte machen, oder wie er bestehende Produkte noch besser machen kann usw. Selbst das Schärfen seines Dreheisens wäre ohne Bedeutung denn die Qualität ist durch seinen Mitgliedsbeitrag gesichert.

Vielleicht verstehen wir den Satz in Herrn Bußmanns Schreiben ja auch ganz falsch. Vielleicht haben ja Verbandsmitglieder gar keine höhere Qualität wie Nichtverbandsmitglieder. Der Satz beschreibt ja nur eine Grenze und er besagt ja nicht, wer auf welcher Seite steht. Dieser Gedanke ist gar nicht so abwegig. Ich habe einige namhafte Betriebe vor Augen, die nicht nur Spitzenqualität abliefern, sondern in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten Maßstäbe in Design und Qualität gesetzt haben. Diese Betriebe sind allesamt keine Mitglieder im Verband. Wenn man nun diese Betriebe mit der Qualitätsgrenze des Verbandes in Verbindung bringt, heißt das nichts anderes als das Verbandsmitglieder eine schlechtere Qualität abliefern.

Auf Qualität zu achten und dieses auch hervorzuheben, ist wichtig und richtig und mit Sicherheit auch eine Aufgabe des Verbandes für seine Mitglieder. Gehört es aber ebenso zu den satzungsmäßigen Aufgaben des Verbandes ein Pauschalurteil über andere abzugeben. Diese Argumentation führt zu einer Zersplitterung der Branche. Ich glaube nicht das es im Sinne der Verbandsmitglieder ist, mit einer Qualitätsgrenze Zwietracht unter den Handwerkern zu säen.

Ich denke spätestens jetzt hat jeder begriffen wie absurd der Gedanke einer Qualitätsgrenze zwischen Verbandsmitgliedern und allen anderen Betrieben ist! 

Die Qualität wird durch viele Merkmale bestimmt:
  - Innovationskraft einer Firma,
  - Fleiß und handwerkliches Geschick,
  - Erfahrungsschatz der Mitarbeiter,
  - die materiell-technische Ausstattung u.v.m.
Wovon sie mit Sicherheit nicht abhängt, ist der Mitgliedsbeitrag im Verband.

Auch zur Bewertung der Qualität ist der Verband eine schlechte Wahl. Die beste Bewertung ist die Freude, die wir unseren Kunden bereiten, ist die Bereitschaft von Menschen mit unseren Produkten anderen eine Freude zu machen und unsere Erzeugnisse als ihre Tradition zu betrachten. Das schönste Lob für die Qualität unserer Produkte sind aber nach wie vor leuchtende Kinderaugen. Und ich denke ich verspreche Ihnen hier und heute nicht zu viel, wenn ich ihnen sage, dass alle Handwerksbetriebe des Erzgebirges auch in Zukunft alles tun werden, um Ihnen Freude zu bringen und das Leuchten der Kinderaugen zu erhalten.

Daniela und Matthias Suchfort
DAMASU - Holzkunst aus dem Erzgebirge

bisheriger Schriftverkehr zur Abmahnung











Kommentare:


"Kopf schütteln" ... da macht man sich so seine Gedanken ... Warum wird ständig GEGENEINANDER, statt MITEINANDER gearbeitet ?????
Christina Limbach, 09.12.2012, 11:30 FB


Da gebe ich Christina vollkommen recht. Vielleicht weil man gemeinsam etwas erreichen könnte...und das ist anscheinend nicht gewollt.

Daniela Suchfort, 09.12.2012, 14:07 FB

Traurig, traurig! Vielleicht kommt es noch soweit, daß ich als Seiffner Holzspielwarenmacher nicht mehr sagen darf, daß ich aus Seiffen stamme, in Seiffen wohne und gar erzgebirgische Holzkunsterzeugnisse herstelle?
Darf ich bald nicht mehr sagen was ich gelernt habe und seit vielen Jahren mit Liebe und Leidenschaft ausübe?
Dazu darf es doch nicht kommen! Ich wünsche und hoffe, daß sich sehr, sehr viele Handwerker der "erzgebirgischen Holz-und Volkskunst" melden und Ihre Erfahrungen mit dem Verband kund tun.
Gerd Hofmann , 09.12.2012, 14:44 FB

Unter einer schönen Adventszeit kann man sich etwas anderes vorstellen als das. Und man könnte meinen das hier jemand ausgerechnet in dieser Jahreszeit nicht mit Gegenwind gerrechnet hat.
Daniela Suchfort , 09.12.2012, 14:09 FB

unglaublich ........
Bui Buisser , 09.12.2012, 15:27 FB

Es ist doch schon bekloppt, das man sich Begriffe wie "Erzgebirge" "Holzkunst" usw. überhaupt schützen lassen kann. Wer trägt sowas ein, wer genehmigt sowas? Das ist Schwachsinn... Und es geht nur ums Geld... nix anderes... Werden wir demnächst abgemahnt, weil wir Seiffen als (ehem.) Wohnort stehen haben... oder Olbernhau als Geburtsort???
Dirk Bellmann , 09.12.2012, 15:30 FB

Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man darüber lachen. Aber das machen dann andere, nämlich die darüber lachen, wenn sich die kleingeistigen Gebirgsbewohner selbst zerfleischt haben. Traurig.
Alwin auf der Landstraße , 09.12.2012, 15:41 FB

Bin der Meinung das der Wortlaut Erzgebirgische Holzkunst nie als Marke zugelassen werden sollte. Vorallem als Wortmarke. Der Begriff existiert doch bestimmt schon Ewigkeiten. Glaube nicht das der Anmelder der Marke auch der Urheber/Erfinder von "Erzgebirgische Holzkunst" ist.
Maik Heidner , 09.12.2012, 16:13 FB

p.s. schreibt doch einfach Holzkunst aus dem schönen Erzgebirge, klingt eh schöner-)))
Maik Heidner, 09.12.2012, 16:14 FB

Nur das es eben dann Leute gibt die sich auch "Holzkunst aus dem schönen Erzgebirge" schützen lassen würden... die großen Konzerne machen es doch vor und die kleinen machens nach... traurig aber wahr...
Dirk Bellmann, 09.12.2012, 16:19 FB

Vielen Dank für die ersten Reaktionen. So schnell habe ich gar nicht damit gerechnet. Wenn ich mal zusammenfassen darf, dann herrscht doch allgemeines Unverständnis über soviel politisches Ungeschick von Seiten des Verbandes. Das trifft auch meine Einschätzung. Deshalb noch einmal die berechtigte Frage: Welche Motivation steck hinter solch einem Handeln? Ist Wirklich die Förderung der Holzkunst-Branche noch das Ziel des Verbandes? Wenn ja, dann gehen Anspruch und Wirklichkeit sehr weit auseinander, weil Zersplitterung und Zwietracht keine Stärkung des Erzgebirges zur Folge haben können.
Matthias Suchfort

Ja der Stein ist ins rollen gekommen.Bleiben wir gespannt, wie sich das entwickelt. Das lassen sich die Handwerker nicht gefallen! Auf jeden Fall gibt es ab jetzt Gegenwind für " den Verband". Schade, aber es wird höchste Zeit!
Gerd Hofmann, 09.12.2012, 16:31 FB

Hallo Matthias,
habe heute mit einigem Kopfschütteln den Beitrag verfolgt: Seitdem mir auf dem Schwarzenberger Weihnachtsmarkt auch ein Chinese untergejubelt wurde, kann ich Bestands- und Markenschutz der "Originale" aus dem Erzgebirge schon verstehen.
Aber mit welchen Mitteln und gegen welche Leute gekämpft wird, das entzieht sich meinem Verständnis.
Aber unabhängig davon - warum ich Dir schreibe, hat einen besonderen Grund. Die Kommentare in Deinem Blog beinhalten evtl. die strittigen Begriffe. Aus reiner Vorsicht würde ich Dir raten, die Kommentare gut zu prüfen. Nichts wäre ärgerlicher, wenn die Herren auf den Trichter kommen, die Bloginhalte abzumahnen. Ich will das nicht übertreiben, aber die Erfahrung spricht da ein deutliche Sprache. In dieser Richtung komme ich mir manchmal selbst wie auf sehr dünnem Eis vor. Bilder, Texte, nicht aktuelles Impressum, Shopartikel - aus allem scheint sich schnelles Geld durch Abmahungen machen zu lassen.
Trotzdem, ich wünsche Euch viel Erfolg im aktuellen Geschäft und einen langen Atem bei den "kleinen Nebensächlichkeiten".

Viele Grüße, Gerald, 09.12.2012, 18:47 eMail

Hallo Gerald,


vielen Dank für Deinen, wie immer, gut gemeinten Rat. Deine Bedenken sind nicht von der Hand zu weisen und sollten von allen beherzigt werden. Es ist zwar viel von der Meinungsfreiheit abgedeckt und nach Rücksprache mit einem Patentanwalt ist auch die Nutzung der umstrittenen Begriffe im Fließtext unbedenklich, weil allgemeiner Sprachgebrauch, aber nach allen Erfahrungen, die wir bisher mit dem Verein gemacht haben, ist durchaus damit zu rechnen, dass wir mit Dreck beworfen werden. Den Rest sehe ich auch so. Es geht um das schnelle und leichte Geldverdienen und anderen das Leben schwer zu machen.

Viele Grüße Matthias, 10.12.2012, 13:26


Warum irgendein Verein Kohle in den Rachen schießen???? Damit die Autos noch größer werden...
Maik Heidner, 09.12.2012, 18:28 FB

Maik Heidners Kommentar bezieht sich auf einen Eintrag von Ringo Müller in Facebook. Dort ist dieser auch nachzulesen. 

Sehr geehrter Herr Müller,
ich bedanke mich bei Ihnen für Ihre Reaktion auf unsere Diskussion. Leider gehen Sie auf die eigentlichen Fragen und Probleme nicht ein. Kein Wort über die seltsame Qualitätsgrenze und auch kein Wort über den Umgang des Vereins mit den freien Handwerkern. Schade, aber ich bin zuversichtlich und schreibe das der kurzen Zeit zu. 

Sie schreiben in Facebook: 
Zitat:
"Bei der Marke „Erzgebirgische Holzkunst“ handelt es sich nicht um eine geschützte geographische Angabe und sie bezieht sich explizit nicht auf eine Region und seinen dort hergestellten Produkten... "

Das müssen wir anders sehen. Wenn eine Marke wortidentisch mit der Regionalbezeichnung (Erzgebirgische) und ebenfalls wortidentisch mit der Produktklassifizierung (Holzkunst) ist, dann ist es sehr wohl ein geografischer und branchenspezifischer Schutz, der so auch allen anderen zustehen sollte, auf die es genauso zutrifft. Im Übrigen sieht das der Gesetzgeber wohl auch so und hat solchen Vereinen auferlegt diese Markenrechte auch allen anderen in geeigneter Weise zugänglich zu machen, auf die das zutrifft. Und da kommen wir zum Kern des Problems. Wir und viele andere haben diese umgangssprachlichen Begriffe seit vielen Jahren im Gebrauch. Wenn der Verein nun nach so langer Zeit der Meinung ist, dass dieser Zustand und dieses Gewohnheitsrecht ihm nicht mehr ins Weltbild passt, dann wäre es angemessen gewesen im direkten Gespräch darauf hinzuweisen, den Erwerb der Rechte anzubieten oder auf die künftige Nichttolerierung hinzuweisen. Nichts von alledem ist geschehen. Was wir erwarten, ist ein Mindestmaß an Anstand und Fairness. Das bringt mich zu einer direkten Frage an Sie Herr Müller. Würden Sie es kommentarlos über sich ergehen lassen, wenn Sie solch einen Begriff seit ca 10 Jahren nutzen und dann aus heiterem Himmel aufgefordert würden, innerhalb von 2 Arbeitstagen, in der stressreichen Weihnachtszeit, Ihren gesamten Internetauftritt zu überarbeiten?       

Nennen Sie das wirklich "FAIR"? 

Ich möchte an dieser Stelle noch auf einen weiteren Satz von Ihnen eingehen.

Zitat:

"Für mich stellt sich vielmehr die Frage, warum dieser imaginäre Mitgliedsbeitrag für den Verband von diesen Firmen nicht aufgebracht werden möchte?"



"Imaginäre Mitgliedsbeitrag" ist wohl nicht die richtige Wortschöpfung. Der Mitgliedsbeitrag ist absolut "REAL". Ich kann Ihnen natürlich diese Frage nicht im Namen aller beantworten, aber ich kann Sie für mich beantworten.



Ich bin in meiner gesamten Zeit im Erzgebirge mit meinen Projekten immer für die gemeinsame Sache der Erzgebirgler eingetreten. Ich habe nie jemanden bevorzugt oder zurückgesetzt, ich habe nie jemanden bewusst Knüppel zwischen die Beine geworfen oder jemanden unfair angezählt. Auch in Zukunft werde ich das nicht tun und ich möchte auch nicht, dass jemand so etwas in meinem Namen tut. 

Noch einen kleinen Hinweiß zum Schluss. Ihre Mitgliedsbeiträge werden nicht nur für die Aufrechterhaltung der Markenrechte eingesetzt, sondern auch für solche Zankereien.
Matthias Suchfort, 10.12.2012, 14:00

@Ringo, es kann doch nicht angehen, daß der Verband gegen einheimische Hersteller mit solchen Mitteln vorgeht. Jeder Spielwarenmacher im Erzgebirge hat seit eh und je irgendwo "Erzgebirgische Volkskunst " in seiner Produktbeschreibung, Aufkleber, Logo oder Firma stehen. Und auf einmal darf man das nicht mehr? Selbst im Duden aus alter Zeit stehen diese Begriffe schon drin. Der Verband schießt doch leider nur gegen die, die sich nicht dem Verband anschließen möchten. Deshalb bin ich doch noch lange kein Markenpirat oder? Wieso kämpft der Verband nicht gegen der eigentlichen Gefahr aus Fernost? Stattdessen wird auf die kleinen ansässigen Unternehmen gehauen, die mit sich zu tun haben, um über die Runden zu kommen. Ist ja auch einfacher, als sich in Hamburg an den Hafen zu stellen und jeden Container nach Duplikaten zu untersuchen. Sind denn die erzgebirgischen Spielwarenmacher, die nicht im Verband sind weniger Wert? Mal für alle zur Info, was der Verband für geschütz erklärt hat: http://www.erzgebirge.org/diemarkendesverbandes.aspx
Gerd Hofmann, 09.12.2012, 21:33 FB

Hallo, Ihr Beiden,
das ist ja wirklich traurig, mit was Ihr Euch (noch dazu in der Adventszeit)rumschlagen müßt.
Man glaubt kaum, was es so alles gibt...
Laßt Euch nicht unterkriegen und genießt die Vorweihnachtszeit trotzdem! 
Annett Lange,09.12.2012, 21:25, eMail

Bei so vielen Marken steht doch das Produkt im Hintergrund, die sind doch nur auf die Kohle anderer aus .
Maik Haidner, 10.12.2012, 22:56

Zumindest ist bei der Nutzung der Marken nicht davon auszugehen, daß das Erzgebirge als Ganzen im Fokus des Verbandes steht. Geld läßt sich damit natürlich auch gut machen. 
Matthias Suchfort, 11.12.2012, 00:46