Montag, 26. Januar 2015

Schaustück - Grundplatte und erste Aufbauten

Aufbau des großen Gründerzeit-Schwibbogens, Teil1


Und los geht's. Schön das Sie mir über die Schulter schauen!

Um es vorab klar und deutlich zu sagen. Ich zeige hier keinen Bausatz aus unserem Sortiment. Dieser Schwibbogen wird ein großer Schaubogen, den es so nicht als Bastelsatz gibt. Da aber unsere Schwibbogen-Bausätze auf diesem großen Bogen beruhen, beziehe ich mich immer wieder auf diese Bausätze und vergleiche diese mit dem hier gezeigten Schaubogen. Viele Tipps und Trick sind aber auf unsere Bausätze übertragbar.

Der erste Arbeitsschritt befasst sich immer mit der Grundplatte. Unsere Grundplatten sind aus MDF-Material. Das ist ein Werkstoff aus Hartpapier und Harz. Warum eigentlich MDF-Platten? Ganz einfach die Platten sind sehr gerade. Der Nachteil ist die Verarbeitung. Der Zuschnitt und die Lackierung der Kanten sind nicht ganz einfach. Aber darum brauchen Sie sich keine Sorgen machen. Für unsere Schwibbogen-Bausätze bekommen Sie die Platten fertig zugeschnitten und lackiert.


Wie bei jedem Bogen mit Unterbau sind auch hier zwei Grundplatten notwendig. Die Grundplatten erhalten einige Bohrungen. Beim Bohren gilt das gleiche wie beim Zuschnitt der Kanten; es ist schwierig! Die meisten Bohrungen sind aber später gar nicht mehr zu sehen. Deshalb ist es vielfach gar nicht so wichtig, ob die Bohrung sauber ist oder nicht. Für sichtbare Bohrungen gibt es einige Tricks: 

1. einen scharfen (neuen) Bohrer
2. eine möglichst hohe Drehzahl
3. von der sichtbaren Seite aus Bohren
4. langsam bohren mit wenig Druck
5. wenn Sie die Möglichkeit haben, dann benutzen Sie einen Bohrständer
 


Vor dem Bohren kommt natürlich das Anzeichnen. Um den Überblick nicht zu verlieren, habe ich mir die Teile, die später hier aufgeleimt werden, auf die Grundplatte gelegt und exakt ausgerichtet. Auf diese Art sehe ich am schnellsten, wo gebohrt werden kann oder muss und wo man es sich ersparen sollte.
Weil man es auf dem folgenden Bild schön sieht, gleich noch ein paar Worte zu dem grundlegenden Aufbau dieses Schwibbogen-Unterbaues. Wer schon einen unserer Bausätze gebaut hat, der wird hier doch einige Unterschiede sehen. Die Aufbauten sind dreigeteilt. Warum denn das nun wieder? Das Innere des Unterbaus kann man für Technik nutzen. Aber an diese Technik muss man herankommen. Deshalb habe ich diese drei Öffnungen vorgesehen. In den langen Durchbruch kommen von rechts und links zwei Schubfächer hinein. Das linke Schubfach reicht dabei bis über die Mitte. In dieses Schubfach baue ich die gesamte Technik (Trafo, Schaltpult, Schaltzeituhr usw.) ein. Am Ende des Schubfaches positioniere ich auch noch einen Bewegungsmelder, der dann durch die vordere Öffnung herausschaut und einen Bewunderer des großen Gründerzeit-Schwibbogens erfasst und den Fahrstuhl in Bewegung setzt. Wenn man an der Technik nun etwas tun möchte, dann braucht man nur das linke Schubfach herausziehen und kann daran arbeiten. Das Rechte Schubfach ist ein normales Schubfach, das man als Ablage nutzen kann.

So wie gerade beschrieben sind die ersten Schwibbogen aufgebaut gewesen. Bei diesem hier wird es aber ein wenig anders. Das liegt an der Menge der Technik, die ich hier einbauen möchte. Dazu aber später mehr.


Zurück zu den Bohrungen. Ich habe mir mit dünnen Bleistiftlinien die Plattenkonturen und die Bohrungen angezeichnet...


... und munter drauf los gebohrt.

 

Was will ich mit den ganzen Bohrungen? In den Bausätzen erwähne ich Bohrungen in der Grundplatte mit keinem Wort.

Die 10-mm-Bohrung, die auf dem Bild schon diesen Gewindeeinsatz hat, ist zur Befestigung des fertigen Schwibbogens in einer Vitrine. Der Schwibbogen bekommt zum Schluss in eine Schauvitrine. Es ist besser, wenn er darin befestigt werden kann. Die Vitrine bekommt an gleicher Stelle Löcher, durch die mit  8mm Schrauben der Bogen befestigt werden kann. Alle Löcher, die Sie auf dem Bild sehen, gibt es auf der anderen Seite auch noch einmal.

Das große Loch dahinter ist pauschal vorgesehen. Wie weiter oben schon erwähnt, soll das Innere eine ganze Menge Technik aufnehmen. Erfahrungsgemäß kommt irgendwann auch die Idee, einige Leitungen nach außen zu verlegen. Für solche Gedankenblitze ist damit vorgesorgt. Zum Zweiten kann bei elektrischen Geräten ein wenig Lüftung auch nicht schaden.

Die Löcher mit dem großen Bleistiftkreuz dahinter dienen der Verschraubung der oberen und unteren Grundplatte. Da ich hier die Technik nicht auf dem Schubfach platzieren werden sonder fest in das Innere baue, muss der Unterbau zu öffnen gehen. Dazu werden ich drei 8mm Stehbolzen in die obere Grundplatte schrauben und dann durch die untere Grundplatte führen und von unten verschrauben. Damit die Löcher in der oberen und unteren Platte gleich sind, habe ich beim Bohren beide Platten übereinandergelegt. Diese Bohrungen habe ich von unten auch noch angesenkt, damit die Muttern etwas in der Platte verschwinden.

Die fünf geschwungenen Löcher sollen eine Unterflurbeleuchtung werden. Darin will ich Leuchtdioden versenken, die nach unten strahlen. Mal sehen, ob der Effekt so ist, wie ich mir das vorstelle, wenn nicht, dann werden sie einfach weggelassen.


Von unten sieht man noch einmal die angesenkten Verschraubungslöcher. Zum Schluss habe ich noch drei Füße, aus meinen unerschöpflichen Kramkisten, angeschraubt.


Nun geht es an den Aufbau der ersten Wandteile. Zunächst werden die Fußplatten der Wandteile auf die Grundplatte geleimt. Das ging recht einfach, weil diese ja schon angezeichnet waren.




Nun lag Fleißarbeit an. Hinter die Wandteile mussten die Fensterrahmen geleimt werden und zusätzlich habe ich noch bedruckte Folie dahinter geleimt. Das schützt die Technik vor allzu neugierigen Blicken. 


Der Aufbau der Wand ist recht simpel. Immer im Wechsel ein Wandteil und eine Querverstrebung in die Nuten der Fußplatte einleimen und stückchenweise mit einer der vier genuteten Deckplatten abgedeckt. Man sollte sich nicht an den krummen Sperrholzplatten aufreiben. Das richtet sich schon.


Wenn alle Wände stehen und die Deckplatten aufgesetzt sind, geht es an die Feinarbeit. Dazu zählt vor allen das Ausrichten der Ziegelwände. Vergleichen Sie die mittleren beiden Wände auf dem Foto unten. Die vordere Wand steht schon gerade, die hintere noch nicht.



Zum Ausrichten leime ich Streifen an die Querwände und drücke dabei die Ziegelwände nach vorn.


Wieder eine Fleißarbeit, aber sie lohnt sich, nun stehen alle Wände gerade.






Zuletzt wird noch dieses Abschlussteil angebracht. Es ist für die Schubfachführung notwendig.


Normalerweise reicht diese Führungsschiene über die gesamte Länge. Aber bei diesem Bogen würde ich mir den Platz für die Technik damit nur verbauen, deshalb reicht dieses kurze Stück am Rand.



Die Rückfront des Unterbaues steht damit. Im nächsten Arbeitsschritt wird dann der zweiteilige Adventskalender an der Vorderfront aufgebaut.

Teil 2 der Arbeiten
Zu den Holzbausätzen im Shop

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