Donnerstag, 23. Februar 2017

Bastelanleitung für den Unterbau der Weihnachtspyramide "Kapelle"

Bastelanleitung Kapelle Unterbau

Ein Adventskalender für die wandelbare Diva.



DAMASU-Holzkunst. Manufaktur mit Werksverkauf. 09544 Neuhausen/Erzgebirge, Olbernhauer Str. 31, 0173 3666 223, www.damasu.de

Die gotische Kapelle im Shop.

Allgemeine Hinweise

Einleitung

Der vorliegende Bausatz ist ein Erweiterungsbausatz für Ihre Weihnachtspyramide "Kapelle" aus der Holzkunstmanufaktur DAMASU.


Der Unterbau beherbergt einen Adventskalender und ist vorbereitet für den Einbau von einem Pyramidenmotor und einer Innen- und Außenbeleuchtung. Die elektrischen Komponenten können Sie von der Firma neuhatronic.de in Dresden direkt beziehen oder über unseren Pyramidenkonfigurator. (www.damasu.de/PY_Konfig.php)
Zur Verwendung des Adventskalender-Unterbaues muss an der Weihnachtspyramide "Kapelle" nichts verändert werden. Die Pyramide wird nur mittig auf den Unterbau gestellt. Das Gleiche gilt auch, wenn in den Unterbau zusätzlich der Elektrobausatz mit eingebaut wird.
Es gibt für die Weihnachtspyramide "Kapelle" noch zwei weitere Zusatzbausätze. Zum einen drei weitere Fensterteile und zum anderen zwei Eingangstore. Mit diesen beiden Bausätzen können Sie die Pyramide komplett schließen. Im Zusammenspiel mit dem Elektrobausatz können Sie das Licht aus dem Inneren besonders gut wirken lassen und trotzdem noch durch die beweglichen Tore in das Innere der Pyramide schauen.
Die ovale Form des Unterbaues bietet zwei zusätzliche Flächen rechts und links der Pyramide. Diese können Sie mit weiteren Figuren aus unserem Gründerzeitsortiment füllen. Das bringt zusätzliches Leben in Ihr Meisterwerk.
Vor dem Lohn steht aber die Mühe. Nun geht es an die Arbeit. Vier Arbeitsschritte sind im Folgenden zu erledigen. Es beginnt mit dem Aufbau des Gestells, danach fertigen Sie die Schubfächer des Adventskalenders an und stellen die Zäune auf den Unterbau. Zum Schluss fertigen Sie für den Fall, dass Ihr Unterbau mit Elektrik versehen werden soll, noch das Mittelteil an. Soll Ihre Pyramide weiterhin mit Teelichtkerzen betrieben werden, dann können Sie das Mittelteil einfach weglassen.


Das Unterbaugestell

Das Unterbaugestell besteht aus einer Deck- und einer Bodenplatte sowie aus 24 Zwischenwänden. Im ersten Arbeitsschritt werden die Deck- und die Bodenplatte hergestellt.


Jede der Platten besteht aus drei Ebenen und jede Ebene aus vier einzelnen Segmenten. Die Teile der Bodenplatte sind mit großen Buchstaben (A, B, C) gekennzeichnet und die Teile der Deckplatte mit kleinen Buchstaben (a, b, c).


Damit alle Teile möglichst genau zusammengeleimt werden können, werden sie beim Leimen zusätzlich verschraubt.


Dazu müssen Sie 36 Schraubverbindungen mehrmals verschrauben und auch wieder öffnen. Hier wartet eine Menge Fleißarbeit auf Sie!


Aber die Arbeit lohnt sich. Auf diese Art und Weise bekommen Sie einen schönen gleichmäßigen Aufbau hin. Versuchen Sie bitte nicht die Platten ohne die Schrauben zu verleimen. Die Leimverbindungen werden Ihnen verrutschen und alles wird krumm und schief.
Die Schraubverbindungen haben einen zweiten Vorteil. Sie können damit leicht den nötigen Druck aufbauen, um eine stabile Leimverbindung herzustellen.


Nun haben wir schon viel über Leim gesprochen, aber im ersten Arbeitsschritt wird noch ohne Leim gearbeitet. Beginnen Sie damit, auf ein Mittelteil der untersten Ebene (a oder A) zwei Eckteile der mittleren Ebene (b oder B) und ein weiteres Mittelteil der obersten Ebene (c oder C) zu legen.


Verschrauben Sie diese vier Teile locker miteinander.


Nun können Sie rundherum weitere Teile ansetzen und locker verschrauben, bis die gesamte Platte fertig zusammengesetzt ist.


Legen Sie die locker verschraubte Platte auf eine ebene Fläche und richten Sie die Innenkante noch einmal aus. Nun können Sie alle Schrauben festziehen. Dazu verwenden Sie die drei sechseckigen Schraubenschlüssel, die Sie auf einer der Trägerplatten finden. Handfest reicht, Sie brauchen die Muttern nicht anzubrummen!


Jetzt geht es an das Verleimen. Dazu lösen Sie alle Muttern eines Segmentes wieder ab. Heben Sie dabei die Platte nicht von Ihrem Arbeitstisch. Die Schrauben dürfen nicht herausfallen. Sollte sich beim Lösen der Muttern eine Schraube mitdrehen, dann drücken Sie einfach ein wenig auf die Platte und halten so den Schraubenkopf auf der anderen Seite fest.


Drehen Sie nun das abgelöste Segment um und geben Sie Leim auf die Holzfläche. Halten Sie dabei Abstand zu Nuten, Löchern und dem Rand des Teiles. Das erspart Ihnen später Nacharbeit beim Entfernen der Leimreste.


Setzen Sie das Teil wieder ein und Schrauben Sie es fest. Auch hier reicht es wieder handfest. Der Druck der Schrauben reicht völlig aus, um die Leimverbindung zu pressen. Verfahren Sie mit den nächsten drei Teilen in der gleichen Art und Weisen. Durch die Schraubverbindungen müssen Sie zwischen den einzelnen Leimverbindungen nicht warten. Sie können in einem Zug alle vier Leimverbindungen herstellen.


Nun sind die vier Platten der einen Seite verleimt. Jetzt müssen Sie das Gleiche auch noch mit den vier Platten der anderen Seite tun. Nun sind aber die Schraubverbindungen verkehrt herum. Auch wenn es mühselig ist empfehle ich Ihnen, vor dem Verleimen alle Schraubverbindungen umzudrehen. Also Schraube für Schraube abschrauben, herausziehen, andersherum wieder reinstecken und fest verschrauben; 36 mal pro Platte.
Nun können Sie die vier Platten der Rückseite genauso verleimen wie die vier Platten der Vorderseite und wissen nun, warum ich zu Beginn von "mühselig" gesprochen habe. Aber die Platte ist gleichmäßig zusammengefügt, oder?


Sind die Deck- und die Bodenplatte zusammengefügt und geleimt, können diese mithilfe der 24 Zwischenwände miteinander verbunden werden. Beginnen Sie damit, alle Zapfen an den Zwischenwänden etwas anzuschleifen. Sie lassen sich dann im folgenden besser montieren.


Die Zwischenwände sind unterschiedlich groß und haben an der Außenseite eine gewellte Form. Die breitere Seite jeder Zwischenwand kommt dabei auf die Bodenplatte (großer Buchstabe "C"). Die Zapfen und Nuten haben unterschiedliche Abstände, so dass Sie keine Wand an der falschen Stelle positionieren können. Geben Sie etwas Leim in die Nuten der Bodenplatte und setzen Sie die Zwischenwände ein. Entfernen Sie hier Leimreste sorgfältig, weil an der Verbindungsstelle entlang später die Schubfächer eingeschoben werden.



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Lassen Sie die Seitenwände ein paar Minuten antrocknen und geben Sie in der Zeit etwas Leim in die Nuten der Deckplatte. Drehen Sie nun die Bodenplatten mit den Wandteilen vorsichtig auf den Kopf und stellen Sie diese exakt auf die Deckplatte. Fädeln Sie nun Wand für Wand in die Deckplatte ein. Es ist von Vorteil, wenn Ihnen bei diesem Arbeitsschritt jemand zur Hand geht. Er kann dann aufpassen, dass einmal eingefädelte Wandteile nicht wieder herausrutschen.


Ist alles korrekt zusammengesetzt und kontrolliert, dann beschweren Sie das Gestell zum Trocknen etwas.


Die Schubfächer

Im nächsten Arbeitsschritt werden die 24 Schubfächer des Adventskalenders hergestellt. Es gibt 12 verschiedene Schubfächer in diesem Unterbau. Der prinzipielle Aufbau ist bei allen Schubfächern der Gleiche. Deshalb werden wir den Aufbau an nur einem Schubfach hier zeigen. Alle Teile der einzelnen Schubfächer, außer den Gittern, sind von 1 bis 24 durchnummeriert. Damit können Sie die vielen Teile nicht verwechseln.


Im ersten Arbeitsschritt leimen Sie die Gitter hinter die Zahlenwände. Die Gitter passen exakt zu den Öffnungen der Zahlenwände. Ordnen Sie sich die Zahlenwände und Gitter, wie es auf der Abbildung zu sehen ist, und leimen Sie die Gitter hinter die Zahlenwände.




Nun können Sie die Schubfächer schrittweise zusammenbauen. Legen Sie sich alle Teile mit der gleichen Ziffer bereit. Sollte ein Teil nicht in Ordnung sein, dann finden Sie auf den Trägerplatten weitere unbeschriftete Reserveteile. Schauen Sie bitte, ob Sie ein passendes Teil finden.


Leimen Sie die beiden Seitenteile an die Rückwand. Wichtig dabei ist, dass alle Ziffern nach innen zeigen müssen.


Setzen Sie nun in die ersten drei Teile den Griff ein. Die Nummer auf dem Griff zeigt dabei nach unten.


Die vier zusammengesetzten Teile leimen Sie jetzt auf die Bodenplatte. Die Nummer der Bodenplatte muss immer nach oben zeigen.


Zum Schluss wird die Zahlenwand in die Nuten hinter dem Griff eingesetzt und von hinten verleimt.


Damit ist das erste Schubfach fertig nun folgen 23 weitere.

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Die Zäune

Die Zäune bestehen aus Zaunfeldern und Zaunsäulen. Die Zaunfelder haben an den Seiten je zwei Zapfen. Diese sind versetzt angebracht. Die Zaunsäulen haben dementsprechend vier Zapfenlöcher. Zwei Zaunfelder teilen sich immer eine Zaunsäule. Wenn ein Zaunfeld die oberen beiden Zapfenlöcher belegt, dann muss das benachbarte Zaunfeld die unteren beiden belegen. Suchen Sie sich vor dem Zusammenleimen immer die passenden Zaunfelder heraus.
Beginnen Sie immer in der Mitte mit dem Logo-Zaunfeld. Leimen Sie rechts und links je eine kleine Zaunsäule an und alles zusammen in die entsprechenden Löcher auf der Stirnseite der Deckplatte.


Dann folgt das erste Zaunfeld mit einer mittleren Zaunsäule.


Das zweite Zaunfeld wird durch die größte Zaunsäule abgeschlossen.


Vier Zaunfelder ergeben eine Zaunwelle.


Jede der vier Zaunseiten besteht aus drei Zaunwellen.


Wenn alle vier Zäune stehen und alle Schubfächer ihren Platz gefunden haben, dann ist der Unterbau für eine Weihnachtspyramide "Kapelle" mit Teelichtern schon fertig.


Die Mittelplatte

Für einen Unterbau mit Motor und Licht muss nun noch die Mittelplatte vorbereitet werden. Für den Einbau der elektrischen Komponenten selbst lesen Sie bitte die entsprechende Anleitung von Neuhatronic. An die Mittelplatte werden später der Motor und die LED-Lampen für die Innenbeleuchtung befestigt. Die 12 LEDs der Innenbeleuchtung werden in die 12 runden Öffnungen von unten eingesetzt. Da die Pyramide "Kapelle" ganz unterschiedlich aufgebaut werden kann, kann es passieren, dass Sie von einer oder mehreren LEDs geblendet werden. Um das zu vermeiden, hat jede LED eine kleine drehbare Blende. Diese können Sie vor die entsprechende LED drehen und so diese etwas abschatten. Wichtig für den Zusammenbau ist, dass diese kleinen Blenden wirklich drehbar bleiben!




Beginnen Sie den Zusammenbau mit einigen Vorbereitungsarbeiten. Zunächst werden die 12 drehbaren Blenden hergestellt. Jede Blende besteht aus zwei oder drei Teilen, einer runden Scheibe und ein bis zwei halbkreisförmigen Blende. Alle Teile haben nach dem Auslösen einen kleinen Grad an der Seite. Entfernen Sie diesen Grad sorgfältig mit Sandpapier oder einem Messer. Leimen Sie dann übereinander ein oder zwei Blenden auf den Holzring. Die Blende hat ungefähr einen halben Millimeter Abstand zu der inneren Öffnung des Holzringes. Entfernen Sie sorgfältig alle Leimreste. Nach dem Trocknen können Sie das Teil mit etwas Kerzenwachs einreiben. Das Kerzenwachs dient später als Schmiermittel, damit sich die Blende leicht drehen lässt. Führen Sie diese Arbeitsschritte für alle 12 Blenden aus.


Das Mittelteil wird mithilfe eines Bajonettverschlusses im Unterbau befestigt. Damit das gut funktioniert, sollten Sie die Zapfen des Bajonettverschlusses etwas anschleifen und danach auch mit Kerzenwachs einreiben.


Nun werden die vier Platten des Mittelteiles miteinander verleimt. Stecken Sie dazu vier Schrauben von unten durch die Platte mit der Nummer "1" und legen Sie diese auf Ihre Arbeitsfläche. Die Nummer "1" muss zu sehen sein. Geben Sie etwas Leim auf die Platte. Halten Sie dabei großzügigen Abstand zu den Löchern der Platte.


Stecken Sie die Platte "2" auf die Platte "1". Die Nummer muss wieder sichtbar bleiben. Geben Sie auch auf diese Platte wieder etwas Leim.


Stecken Sie die Platte mit der Nummer "3" auf und geben Sie auch auf diese Platte etwas Leim. Hier ist es ganz besonderes wichtig, dass der Leim beim späteren Zusammenpressen nicht in die Löcher gelangen kann.


Setzen Sie nun die Blendenteile mit den Blenden nach oben ein.


Als Letztes wird die Platte "4" aufgesetzt. Auch hier muss die Nummer lesbar bleiben. Verschrauben Sie die vier Platten miteinander und lassen Sie alles trocknen.


Nachdem Sie die Schrauben wieder entfernt haben, können Sie das Mittelteil von unten in den Unterbau einsetzen.


Damit ist Ihr neuer Adventskalender-Unterbau fertig und Sie können Ihre Weihnachtspyramide "Kapelle" noch schöner präsentieren. Wir wünschen Ihnen viel Freude an und mit Ihrer neuen größeren Pyramide.









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Bildergalerie

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Mittwoch, 22. Februar 2017

Lange erwartet und nun endlich da!

Das große Werk ...


... zum Thema "Gas-Straßenbahn",

geschrieben von dem besten Kenner der Materie: 

Dietmar Höse, Dessau-Roßlau, 2016, 

ISBN 978-3-940744-71-5.



 

- über 1000 Seiten im A4 Format

- durchweg bebildert

- mehr als 13 Jahre Recherchearbeit

- technische Details, Bauzeichnungen und Pläne

- Geschichten von Zeitzeugen

- Erfolge, Tragisches und Kuriositäten

rund um ein fast vergessenes Thema der Technikgeschichte.

 






Die Geschichte der Gas-Straßenbahn ist damit ihrem Dornröschenschlaf entrissen worden!

Die Entwicklung der Gas-Straßenbahn ging von Mitteldeutschland aus. Sie wurde jedoch in vielen europäischen Städten erprobt und eingesetzt. Lokal mag man an diesen Orten noch etwas wissen von dieser Entwicklung. Herr Höses großes Verdienst ist es jedoch, diese lokalen Erinnerungen zusammengetragen und zu einem umfassenden Bild verknüpft zu haben.
 
 Das Buch ist ein solide erarbeitetes Werk, dass in unserer so schnell lebigen Zeit ihres Gleichen sucht und nicht so schnell zu finden sein wird. 

 Nach dem ich im vergangenen Jahr schon einige Absätze lesen durfte und ich mich bei dem Entwurf meines Holzbausatzes "Gas-Straßenbahn" durch einige von Herrn Höse bereitgestellte Originalbaupläne arbeiten durfte, freue ich mich nun auf die Lektüre des ganzen Buches. 

Ich melde mich nach getaner Arbeit an dieser Stelle noch einmal mit einem ausführlichen Bericht über das Werk. Das wird aber nicht sogleich passieren. 1014 Seiten mit vielen Details und Plänen verspricht mir eine lange Zeit mit viel Kurzweil! 

Bis dahin bedanke ich mich bei Herrn Höse für die gute Zusammenarbeit im vergangenen Jahr, die Erwähnung unseres Holzbausatzes an privilegierter Stelle im Buch und natürlich für das Belegexemplar, dass irgendwann nach erfolgreicher Lektüre einen besonderen Platz in unserer Bücherwand erhalten wird.

 

 Matthias Suchfort

DAMASU-Holzkunst

Neuhausen

Feb. 2017